
Birnschein erhielt neben dem 1. Preis für die beste praktische Meisterarbeit des Jahrgangs im Wert von 2.500 Euro auch noch den BEGO Implantatprothetik-Award. Die beiden Auszeichnungen sieht die 47-Jährige nicht nur als Bestätigung ihrer bisherigen Arbeit, sondern auch als Motivation zur kontinuierlichen Weiterentwicklung. „Gerade in der Zahntechnik lernt man nie aus – neue Materialien, digitale Technologien und innovative Behandlungskonzepte eröffnen ständig neue Möglichkeiten.“
Mit diesem Anspruch startete sie auch in die Meisterschule in Freiburg. „Besonders gereizt hat mich die Möglichkeit, mein handwerkliches Können weiter zu perfektionieren und gleichzeitig neue Denkweisen und moderne Techniken kennenzulernen. Rückblickend war die Entscheidung genau richtig.“ Die Freiburger Meisterschule habe ihren Qualitätsanspruch weiter geschärft und ihr das Selbstvertrauen gegeben, auch anspruchsvollste zahntechnische Arbeiten umzusetzen. „Die Meisterschule in Freiburg hat für mich einen hervorragenden Ruf und steht für eine Ausbildung auf höchstem fachlichen Niveau.“
Mittlerweile hat die Zahntechnikermeisterin die technische Leitung eines Labors in Quedlinburg inne. „Die Meisterschule hat mir ein solides fachliches und organisatorisches Fundament mit auf den Weg gegeben. Neben der Vertiefung des zahntechnischen Wissens wurden auch Themen wie Betriebswirtschaft, Arbeitsorganisation und Mitarbeiterführung behandelt. Das hat mir den Einstieg in die Verantwortung als Laborleiterin sicherlich erleichtert“, sagt sie.
Guido Bader, Zahntechnikermeister und Leiter der Freiburger Meisterschule für Zahntechnik, freut sich mit Stefanie Birnschein. „Die Ehrung ist für mich der Beweis, dass wir alles richtig gemacht haben.“ Die aktuelle Preisträgerin ist nämlich nicht die erste. In den vergangenen 20 Jahren durften sieben Absolventinnen und Absolventen der Freiburger Meisterschule den 1. Preis der Jury entgegennehmen. Zählt man zweite und dritte Plätze dazu, können die Freiburger auf 13 Preisträgerinnen und Preisträger zurückblicken – sie liefern Exzellenz in Serie. „Die Erfolgsserie macht uns klar, dass der eingeschlagene Weg unserer Schule absolut funktioniert“, sagt Bader. „Wir unterrichten mit den modernsten Techniken und kombinieren das mit den bewährten Lehr- und Lernstrukturen aus Zahnmedizin und Zahntechnik.“
Die Meisterausbildung im Zahntechniker-Handwerk wird in Freiburg seit 1985 angeboten, seit dem Jahr 2000 in den Räumen der Gewerbe Akademie der Handwerkskammer Freiburg. Die bundesweite Leuchtturmstellung wird auch anhand der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer sichtbar: Sie kommen aus ganz Deutschland. Die Schule orientiert sich an den zeitgemäßen Anforderungen der Zahntechnik; seit 2014 bildet die digitale Technologie einen großen Ausbildungsschwerpunkt in der Meistervorbereitung. „Wir arbeiten absolut am Puls der modernen Zahnmedizin und gewinnen dadurch die Spezialisten von Universitäten und aus der Dentalindustrie, die bei uns das entsprechende Potenzial sehen und uns stets im Unterricht unterstützen“, erläutert Bader. Qualität, die nicht ganz billig ist – ein knapp neunmonatiger Vollzeit-Vorbereitungskurs kostet 16.000 Euro. Trotzdem: Der nächste Kurs ist bereits nahezu ausgebucht.
Die Meisterschülerinnen und -schüler können in Freiburg dank der Fokussierung auf digitale Technologien zudem zwei Abschlüsse in einem Lehrgang erreichen: Mit der Integration der Aufstiegsfortbildung zur "Anerkannten CAD-/CAM-Fachkraft Zahntechnik" bietet die Meisterschule Zahntechnik in Freiburg ein bisher einzigartiges Konzept für die Ausbildung zum Zahntechnikermeister an. Dass damit die bundesweite Elite des Zahntechniker-Handwerks entsteht, beweisen die zahlreichen Preisträgerinnen und Preisträger der Klaus-Kanter-Stiftung aus Freiburg eindrucksvoll.
Weitere Informationen zur Meisterschule für das Zahntechniker-Handwerk in Freiburg unter www.gewerbeakademie.de/meister/meisterschule-zahntechnik/
Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.
Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Beratungs- und Bildungszentren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und – übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.
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