
Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) bringt dafür ein über mehr als zwei Jahrzehnte entwickeltes Kompetenzfeld in die Zusammenarbeit ein. Die APOLLON Hochschule verfügt gleichzeitig über etablierte gesundheitsökonomische Studienangebote und wissenschaftliche Strukturen.
Workflow-Management soll künftig dort in Studium und Lehre eingebunden werden, wo es bestehende Inhalte sinnvoll ergänzt und Studierenden ermöglicht, organisatorische Fragestellungen des Gesundheitswesens aus einer prozessorientierten Perspektive zu betrachten.
Dabei geht es nicht darum, Workflow-Management isoliert als zusätzliches Thema zu behandeln. Vielmehr bestehen Schnittstellen zu Management und Organisation, Prozess- und Qualitätsmanagement, Gesundheitsökonomie und Controlling, Digitalisierung sowie der Gestaltung organisatorischer Veränderungen.
„Besonders spannend wird Lehre für uns dort, wo aus einer Fragestellung weitere wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen können“, erläutert Prof. Dr. Michael Greiling.
Eine besondere Rolle können deshalb Bachelor- und Masterarbeiten übernehmen.
Ausgewählte Forschungsfragen aus dem Kompetenzfeld Workflow-Management können als Themenimpulse für Studierende dienen. Geeignete Arbeiten können empirische Erkenntnisse liefern, neue Fragestellungen sichtbar machen oder Ausgangspunkt für weiterführende Forschungs- und Transferprojekte werden.
Damit entsteht eine Verbindung:
Forschungsfrage → Lehre → Abschlussarbeit → empirische Erkenntnis → Forschungsprojekt → Publikation und Transfer → neue Forschungsfrage.
Studierende erhalten dadurch Zugang zu realen Fragestellungen aus dem Gesundheitswesen. Gleichzeitig können wissenschaftliche Arbeiten in einen größeren Forschungszusammenhang eingebettet werden.
Mögliche Themenfelder reichen von der Messung des Reifegrades von Workflow-Management über Veränderungsfähigkeit und Digitalisierung bis zu Ressourceneinsatz, Prozesskosten, Ambulantisierung, Modellierung und Simulation.
Auch Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote können perspektivisch aus diesem Kompetenzfeld entstehen. Wissenschaftliche Erkenntnisse würden damit nicht ausschließlich in Studiengänge einfließen, sondern könnten auch Führungskräften und Fachpersonen aus der Versorgung zugänglich gemacht werden.
Die Kooperation folgt damit einem Grundgedanken: Wissen wird nicht nur vermittelt. Es entsteht im Zusammenspiel von Forschung, Lehre und praktischer Anwendung immer wieder neu.
Die APOLLON Hochschule und das IWiG wollen diese Verbindung schrittweise ausbauen. Dadurch soll Workflow-Management nicht nur Gegenstand wissenschaftlicher Lehre werden, sondern zugleich neue Forschungsfragen und praktische Gestaltungsansätze hervorbringen.
"Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden."
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