Heizöltanks: Ölschlamm beeinträchtigt die Anlagensicherheit

Rund 5 Millionen Heizöltanks sind in Deutschland in Betrieb. Die wiederkehrende Prüfpflicht gilt zwar nur für Erdtanks und für oberirdische Tankanlagen mit einer Füllmenge ab 10.000 Litern, in Wasserschutz- und Überschwemmungsgebieten für Tanks ab 1.000 Litern. Für ein typisches Einfamilienhaus sind Öltanks zwischen 2.500 bis 4.000 Litern üblich. Dennoch rät Heiko Drews, Experte für Anlagensicherheit bei TÜV Rheinland: „In jeder Anlage sammelt sich mit der Zeit unter anderem Ölschlamm. Deshalb sollte jede Anlage unabhängig von der Größe regelmäßig gewartet und gereinigt werden.“ Denn Ölschlamm – eine Mischung aus Schmutzpartikeln und Heizöl – verstopft Anlagenteile, vermindert die Leistung der Anlage oder kann zum Ausfall der Heizung führen.

Ein Leck kann teuer werden

Ein geeigneter Zeitpunkt für Reinigung und Wartung ist der Zeitraum vor einer Befüllung des Tanks, da dann nur wenig Aufwand nötig ist, um die Anlage für die Reinigung leer zu pumpen. Viele Anlagen, so der Experte, werden nicht regelmäßig kontrolliert und stellen somit ein unnötiges Haftungsrisiko für Betriebe und Privateigentümer dar. Denn schon 1 Liter ausgetretenes Heizöl kann bis zu 1 Million Liter Grundwasser verunreinigen. An Anlagen, die wiederkehrend durch einen Sachverständigen zu prüfen sind, wird nach der Inspektion eine Prüfplakette angebracht, sofern keine erheblichen Mängel festgestellt wurden. Bei fehlender oder ungültiger Plakette kann der Heizöllieferant die Befüllung verweigern.


Auch kleinere Tanks prüfen lassen

Die Verordnung zum Umgang von Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) sieht bei oberirdischen Tankanlagen bis zu einem Fassungsvermögen von 1.000 bis 10.000 Litern nur eine erstmalige Prüfung vor. Doch auch solche – im Haushaltsbereich übliche – Anlagen sollten regelmäßig geprüft werden, um Schäden zu vermeiden. Hinzu kommt, dass ältere Anlagen unter Umständen gewartet werden müssen, um aktuellen technischen Anforderungen weiterhin zu entsprechen.

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