„Zahnbehandlungen und Zahnersatz sind keine Luxusgüter, sondern elementarer Bestandteil der medizinischen Grundversorgung“, betont VDZI-Präsident Dominik Kruchen. Wer diese Leistungen aus der solidarischen Finanzierung herauslöse oder weiter beschneide, nehme bewusst in Kauf, dass sich soziale Ungleichheiten im Gesundheitswesen weiter verschärfen. Vor diesem Hintergrund begrüßt der VDZI ausdrücklich die zeitnahe Positionierung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die sich in der laufenden Diskussion deutlich gegen Leistungskürzungen im Bereich Zahnbehandlung und Zahnersatz ausgesprochen hat, sowie die deutliche innerparteiliche Kritik am Vorstoß des CDU-Wirtschaftsrates. Ebenso hat sich die deutsche Zahnärzteschaft klar dazu bekannt, dass Mund- und Allgemeingesundheit unzertrennlich sind.
Die Bekenntnisse zur solidarischen Absicherung der zahnmedizinischen Versorgung sind ein wichtiges und richtiges Signal, sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die im System tätigen Gesundheitsberufe. Besonders kritisch sieht der VDZI die möglichen Auswirkungen von Leistungskürzungen auf vulnerable Bevölkerungsgruppen. Schon heute verzichten viele Menschen aus Kostengründen auf notwendigen Zahnersatz oder zögern dringend erforderliche Behandlungen hinaus, mit teils gravierenden gesundheitlichen Folgen. Weitere Einschnitte würden diese Entwicklung verschärfen und langfristig sogar höhere Folgekosten im Gesundheitssystem verursachen.
Der VDZI fordert eine sachliche und verantwortungsvolle Diskussion über die nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems. Notwendig sind Lösungen, die Versorgungssicherheit, Qualität und soziale Gerechtigkeit miteinander verbinden, nicht pauschale Kürzungsvorschläge auf dem Rücken von Patientinnen und Patienten sowie der Gesundheitsberufe.
„Eine gute Mundgesundheit ist Voraussetzung für Lebensqualität, Teilhabe und allgemeine Gesundheit“, so Kruchen. „Wer hier spart, spart an der falschen Stelle.“
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