
Die Zahlen stammen aus dem spanischen Register für Langzeit-Blutdruckmessung. Zwischen 2004 und 2014 wurden dort in 223 Hausarztzentren Messungen von 59.124 Menschen erfasst und im Median 9,7 Jahre lang nachverfolgt; in dieser Zeit starben 7.174 von ihnen, 2.361 an einer Herz-Kreislauf-Ursache. Der Mittelwert über 24 Stunden war deutlich enger mit dem Sterberisiko verknüpft als der Praxiswert: Je Standardabweichung stieg das Risiko um 41 Prozent, beim Praxiswert um 18 Prozent. Am aussagekräftigsten war der nächtliche systolische Wert. Nach dem statistischen Maß der Studie enthielt er knapp sechsmal so viel Information über das Sterberisiko wie der Wert aus der Praxis. Es handelt sich um einen statistischen Zusammenhang auf Bevölkerungsebene, keine Diagnose für den Einzelnen.
Warum der Nachtwert so viel verrät, erklären die Autoren damit, dass die Langzeitmessung den gewohnten Blutdruck erfasst, tagsüber und vor allem im Schlaf. Ausführlich erklärt BPER im Ratgeber, warum der Blutdruck nachts mehr verrät als tagsüber.
Der Übergang von der Nacht in den Tag ist der zweite Grund, genauer hinzusehen. Eine Studie im Fachjournal Circulation verfolgte 519 Menschen mit Bluthochdruck, im Durchschnitt 72 Jahre alt, über rund 41 Monate. Bei denjenigen, deren systolischer Blutdruck nach dem Aufwachen um 55 mmHg oder mehr über den niedrigsten Wert der Nacht stieg, trat in dieser Zeit bei 19 Prozent ein Schlaganfall auf, in der Vergleichsgruppe bei 7,3 Prozent. Je 10 mmHg stärkerem Morgenanstieg lag das Risiko um 22 Prozent höher. Gemessen wurde auch dort mit einer 24-Stunden-Messung, nicht zu Hause.
Was die Messung zu Hause beitragen kann, ist der Morgen. Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt in ihrem Patientenleitfaden, morgens und abends je zweimal im Abstand von mindestens einer Minute zu messen, morgens vor der Einnahme der Medikamente, und das sieben Tage lang einmal im Monat. Als Zielwert für die Selbstmessung nennt sie unter 135/85 mmHg. Zwei Werte kurz hintereinander fallen dabei fast nie gleich aus; warum zwei Messungen hintereinander verschieden ausfallen, beschreibt BPER im Ratgeber. Entscheidend ist die Reihe, nicht der einzelne Wert. Liegen die Morgenwerte über Tage hinweg auffällig hoch, ist das ein Anlass, die Ärztin oder den Arzt nach einer 24-Stunden-Messung zu fragen, denn nur sie zeigt die Nacht selbst.
„Eine einzelne Momentaufnahme sagt wenig. Erst der Verlauf über eine Minute zeigt, wie sich der Druck tatsächlich verhält", sagt P. Lu, Geschäftsführer von BPER.
BPER zeichnet den Blutdruck manschettenbasiert über 60 Sekunden kontinuierlich auf und erfasst dabei bis zu 14.400 Datenpunkte je Messung: systolische und diastolische Werte in mmHg sowie Auffälligkeiten des Herzrhythmus. Das Gerät ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse IIa, das Messverfahren wurde in Deutschland entwickelt. BPER misst im Wachzustand und ersetzt keine 24-Stunden-Messung. Sein Beitrag ist die dokumentierte Morgenreihe unter gleichen Bedingungen: nach dem Aufstehen, vor dem Frühstück und den Medikamenten, nach fünf Minuten Ruhe im Sitzen, Arm aufgelegt, nicht sprechen. Welche Fehler dabei am häufigsten passieren, zeigt der Ratgeber zu den häufigsten Fehlern bei der Heimmessung.
Zur Verfügbarkeit: Der BPER Blutdruck-Ereignisrekorder ist über bper.health erhältlich, die App für iOS und Android ist kostenfrei, ebenso der Versand innerhalb Deutschlands; es gilt ein Rückgaberecht von 30 Tagen. Messwerte ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Beratung. Als Grenze für die häusliche Selbstmessung gelten 135/85 mmHg; bei stark erhöhten Werten zusammen mit Beschwerden wie Brustschmerz, Atemnot oder Sehstörungen ist der Notruf 112 zu wählen. Bestehende Medikation sollte nie eigenmächtig auf Grundlage von Heimmessungen verändert werden.
Die Brandsstock GmbH mit Sitz in Hamburg entwickelt und vertreibt unter der Marke BPER Medizintechnik für die häusliche Blutdruckbeobachtung. Kernprodukt ist der BPER Blutdruck-Ereignisrekorder, ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse IIa, das den Blutdruck manschettenbasiert über 60 Sekunden kontinuierlich aufzeichnet und neben den Druckwerten auch Herzrhythmus-Auffälligkeiten erfasst. Das Messverfahren wurde in Deutschland entwickelt. Ergänzend betreibt BPER unter bper.health einen redaktionellen Ratgeber zu Blutdruck, Messmethodik und Herz-Kreislauf-Gesundheit.
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