Zwei Therapien – gleicher klinischer Nutzen, unterschiedlicher Versorgungsaufwand

Innovative Arzneimittel müssen heute weit mehr nachweisen als ihre klinische Wirksamkeit. Im Health Technology Assessment (HTA) entscheidet der belegte Zusatznutzen über Erstattungsfähigkeit, Preisverhandlungen und den erfolgreichen Zugang zum Gesundheitsmarkt. Gleichzeitig wächst international die Bedeutung gesundheitsökonomischer Bewertungen. Die zentrale Frage lautet heute nicht mehr nur: „Wirkt eine Therapie?“, sondern zunehmend auch: „Welchen Aufwand verursacht sie in der realen Versorgung?“

Während in Deutschland im Rahmen der frühen Nutzenbewertung vor allem patientenrelevante Endpunkte wie Mortalität, Morbidität, Lebensqualität und Nebenwirkungen berücksichtigt werden, verändert sich mit der Einführung der gemeinsamen europäischen EU Joint Clinical Assessments (JCAs) die Beurteilung klinischer Evidenz grundlegend. Künftig wird der vergleichende klinische Nutzen innovativer Technologien für viele Anwendungen auf europäischer Ebene gemeinsam bewertet. Gleichzeitig gewinnen gesundheitsökonomische Fragestellungen wie Ressourcenverbrauch, Prozessqualität und Versorgungseffizienz für nationale Erstattungs- und Preisentscheidungen weiter an Bedeutung.

Gerade bei Therapien mit vergleichbarem klinischem Nutzen können Unterschiede im Ressourcenverbrauch, im Personalbedarf oder in den Versorgungsprozessen entscheidende Informationen für gesundheitsökonomische Beurteilungen und Market-Access-Strategien liefern.

„Die Zukunft des HTA liegt in einer ganzheitlichen Bewertung medizinischer Innovationen“, so Greiling. „Klinische Evidenz bleibt unverzichtbar. Erst die Verbindung mit realen Prozess- und Ressourcendaten macht jedoch sichtbar, welchen gesundheitsökonomischen Mehrwert eine Innovation tatsächlich für die Versorgung bietet.“

Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) macht den realen Versorgungsaufwand mithilfe von Time-Driven Activity-Based Costing (TDABC), Prozesskostenrechnung und detaillierten Prozessmodellierungen transparent, messbar und vergleichbar. Wissenschaftlich fundierte Prozessanalysen zeigen auf, welche Abläufe sich durch eine neue Therapie verändern, welche Ressourcen eingespart oder zusätzlich benötigt werden und welche Auswirkungen sich auf den gesamten Behandlungsprozess ergeben. Damit ergänzt das IWiG die klassische Nutzenbewertung um den Wert, den eine Technologie für Patienten und Gesundheitssysteme bringt.

Für Pharmaunternehmen entstehen dadurch neue Möglichkeiten im Market Access. Ergänzend zur klinischen Evidenz können belastbare Aussagen über den tatsächlichen Ressourcenverbrauch einer Therapie in die gesundheitsökonomische Argumentation gegenüber Kostenträgern und Gesundheitseinrichtungen einfließen. Dies schafft eine fundierte Grundlage für Preisverhandlungen, HTA-Dossiers sowie strategische Entscheidungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus.

Gerade vor dem Hintergrund der europäischen Joint Clinical Assessments können Analysen des tatsächlichen Versorgungsaufwands dazu beitragen, den Mehrwert einer Innovation für nationale Market-Access-Strategien noch umfassender und transparenter darzustellen.

“IWiG gehört zu Deutschlands Top-Innovationschampions 2025 aus Forschung, Entwicklung und Wissenschaft gemäß der FOCUS-Business-Bestenliste des Verlags Hubert Burda Media.“

Info-Link zur Softwarebasierten Prozessualen Gesundheitsökonomischen Analyse (SPGA)

Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) beschäftigt sich mit der Analyse, Optimierung und Digitalisierung von Arbeitsprozessen im Gesundheitswesen. Ziel ist es, durch innovative Methoden und Technologien die Effizienz und Qualität medizinischer und administrativer Abläufe nachhaltig zu verbessern.

 

Über den Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V.

"Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden."

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V.
Ignaz-Reimann-Straße 4
48291 Telgte
Telefon: + 49 (0)2504 9337-110
Telefax: + 49 (0)2504 9337-120
http://www.dgwmig.de/

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Michael Greiling
Mitglied des Vorstands
Telefon: +49 (2504) 9337-110
Fax: +49 (2504) 9337-120
E-Mail: michael.greiling@dgwmig.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel