
In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen im Gesundheitswesen, wachsender demografischer Herausforderungen und zunehmender Anforderungen an eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige Versorgung kommt der engen Abstimmung der Gesundheitshandwerke eine besondere Bedeutung zu. Die beteiligten Verbände wollen ihre Kräfte auch künftig bündeln, um die Belange der Betriebe entschlossen zu vertreten und zugleich die Versorgung von Millionen Patientinnen und Patienten in Deutschland nachhaltig zu sichern. Diese Kooperation ist umso notwendiger angesichts der dichten Stakeholder-Struktur in der Gesundheitspolitik mit einflussreichen Akteuren wie Krankenkassen oder heilberuflichen Körperschaften.
Mit der Kooperationsvereinbarung unterstreichen die Verbände ihren Willen, zentrale Zukunftsfragen weiterhin gemeinsam zu gestalten. Dazu zählen insbesondere die Sicherung hoher Qualitätsstandards in der Versorgung, die Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung, die Fachkräftesicherung, der Abbau unnötiger Bürokratie, die konstruktive Begleitung der Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie die politische Sichtbarkeit der Gesundheitshandwerke.
Die fünf Verbände machen damit deutlich: Angesichts der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit braucht es mehr denn je ein gemeinsames Handeln. Nur mit einer starken, geschlossenen Stimme können die Gesundheitshandwerke ihren Beitrag zu einer zukunftsfesten Gesundheitsversorgung wirksam einbringen. Insofern hat sich die Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen Jahren als verlässliche und handlungsfähige Plattform bewährt.
Eberhard Schmidt, Präsident, biha
„Die Gesundheitshandwerke tragen in vielen Lebensbereichen ganz konkret dazu bei, dass Menschen selbstbestimmt, mobil und gut versorgt leben können. Gerade in Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen ist es wichtig, dass wir unsere gemeinsame Verantwortung noch enger wahrnehmen. Unsere Zusammenarbeit ist deshalb weit mehr als ein organisatorisches Bündnis – sie ist ein starkes Signal für Verlässlichkeit, Qualität und Zukunftsgestaltung.“
Alf Reuter, Präsident, BIV-OT
„Die erfolgreiche Zusammenarbeit der Gesundheitshandwerke zeigt, wie viel erreicht werden kann, wenn unterschiedliche Gewerke ihre Stärken bündeln. Gemeinsam vertreten wir nicht nur die Interessen unserer Betriebe, sondern auch die der Menschen, die täglich auf hochwertige Hilfsmittel und individuelle Versorgung angewiesen sind. Gerade gesundheitspolitisch braucht es heute starke Allianzen, die mit fachlicher Kompetenz und einer klaren Stimme auftreten.“
Jens Schulte, Präsident, SpiOST
„Die Herausforderungen im Gesundheitswesen werden komplexer: Fachkräftemangel, Kostendruck, demografischer Wandel und wachsende Erwartungen an die Versorgung treffen unsere Betriebe unmittelbar. Umso wichtiger ist es, dass die Gesundheitshandwerke geschlossen auftreten und ihre Expertise gemeinsam in die politische Diskussion einbringen. Unsere Kooperation steht für diesen Anspruch und für unseren festen Willen, die Zukunft der Versorgung aktiv mitzugestalten.“
Dominik Kruchen, Präsident, VDZI
„Unsere Verbände verbindet das gemeinsame Ziel, den Menschen in Deutschland auch künftig eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige und verlässliche Versorgung zu gewährleisten. Angesichts der großen gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Herausforderungen ist Zusammenarbeit kein optionaler Zusatz, sondern eine Notwendigkeit. Die Fortsetzung unserer Kooperation ist daher ein wichtiges Zeichen der Einheit und ein klares Bekenntnis zu gemeinsamer Verantwortung.“
Kai Jaeger, Präsident, ZVA
„Die anstehenden gesundheitspolitischen Weichenstellungen verlangen nach Geschlossenheit, fachlicher Tiefe und einem klaren Blick auf die Versorgungsrealität. Genau dafür steht unsere Kooperation. Wenn wir als Gesundheitshandwerke gemeinsam handeln, erhöhen wir die Sichtbarkeit unserer Themen und stärken zugleich die Qualität und Stabilität der Versorgung. Diese Zusammenarbeit ist deshalb ein entscheidender Baustein für die Zukunft unserer Berufe und unserer Betriebe.“
Die Rolle der Gesundheitshandwerke im Gesundheitssystem
Die Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke vereint den Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA), die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha), den Spitzenverband Orthopädie-Schuhtechnik (SpiOST), den Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) sowie den Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI). Deutschlandweit gibt es etwa 30.000 Betriebe der Gesundheitshandwerke, die als Arbeitgeber ca. 192.000 Menschen beschäftigen, davon rund 17.000 Auszubildende.
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