Branchenevent Feuerverzinken 2023 – Feuerverzinkter Stahl zwischen Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft

„Feuerverzinkter Stahl erfüllt bereits jetzt im besten Sinne alle Anforderungen, die an einen zirkulären Werkstoff gestellt werden. Er ist dauerhaft, wiederverwendbar, instandsetzbar und unendlich oft recycelbar und damit ein Möglichmacher des Klimaschutzes und der Transformation“, sagte Martin Kopf, Vorsitzender des Industrieverbandes Feuerverzinken in seiner Rede zur Eröffnung des Branchenevents Feuerverzinken 2023, das am 25. und 26. Mai 2023 in Berlin stattfand. Auch betonte er vor den rund 200 Gästen der Veranstaltung, dass die Feuerverzinkung durch die Dekarbonisierung zu einem noch nachhaltigeren Korrosionsschutz wird. Machte aber gleichzeitig deutlich, dass die Dekarbonisierung für die Feuerverzinkungsbranche eine Herkules-Aufgabe darstellt und forderte die Politik auf, hierfür Rahmenbedingungen zu schaffen. Wie berechtigt diese Forderung ist, zeigte sich auch in den Diskussionsrunden zu den Themen Energiepolitik und Kreislaufwirtschaft. In seiner Rede verwies Martin Kopf auch auf die Anstrengungen des Verbandes, diese Themen mithilfe der Kampagne Rezink, dem dazugehörigen Podcast Zinktank sowie der Roadmap Dekarbonisierung stärker zu adressieren.

Zum Thema Energiepolitik zwischen Dekarbonisierung und Energiesicherheit diskutierten u.a. Anja Karliczek, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Bundesministerin a.D. sowie Kai Seppeler, Vorstandsmitglied des Industrieverbandes Feuerverzinken e.V. Herr Seppeler unterstrich, dass die energieintensive Feuerverzinkungsindustrie dekarbonisieren will, aber dafür eine sichere Versorgung mit grünem Strom oder Wasserstoff benötigt. Ziel sollte sein, genügend Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen möglichst CO2-frei zur Verfügung zu stellen. In der zweiten Panel-Diskussion zur Kreislaufwirtschaft sprachen unter anderem Dr. Sandra Detzer, Mitglied des Deutschen Bundestages (Bündnis 90/Die Grünen) und wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion und Paul Niederstein, Vorstandsmitglied des Industrieverbandes Feuerverzinken e.V. über die Frage, welche Grundvoraussetzungen in Deutschland vorherrschen sollten, um feuerverzinkten Stahl noch besser wiederzuverwenden und Werkstoffe zu nutzen, die zirkulär sind. Der nächste Schritt des Upcyclings könnte sein, alte Stahlkonstruktionen gar nicht neu einzuschmelzen, sondern sie „nur“ noch aufzubessern, zu remanufakturen, also neu zu verzinken.

Die 18. Vergabe des Verzinkerpreises für Architektur und Metallgestaltung zeigte in beispielhafter Weise den Beitrag von feuerverzinktem Stahl für die Baukultur und die Gestaltung unserer Lebenswelt sowie seine Bedeutung unter dem Postulat der Wiederverwendung und Nachhaltigkeit. Mehr zum Preis finden Sie hier: Verzinkerpreis 2023

In seiner Schlussrede wies Martin Kopf darauf hin, dass der Dialog und offene Diskurs mit der Politik und wichtigen Stakeholdern zu einem besseren industriepolitischen Verständnis für alle Seiten beiträgt und gerade in Zeiten großer Veränderungen wichtiger denn je ist. Er beendete seine Rede mit den salomonischen Worten, dass die Politik und die Feuerverzinkungsindustrie hinsichtlich der Nachhaltigkeitstransformation die gleichen Ziele haben, aber über den Weg dorthin mehr Konsens finden müssen. Auch gab er zu bedenken, dass die unzweifelhaft notwendige Dekarbonisierung so ausgestaltet werden muss, dass es nicht zu einer Deindustrialisierung kommt und energieintensive Industrien aus Deutschland nicht vertrieben werden.

Bildunterschriften:

Abb. 1. Martin Kopf, Vorsitzender des Industrieverbandes Feuerverzinken, eröffnete das Branchenevent.

Abb. 2: Diskussionsrunde zum Thema Energiepolitik zwischen Dekarbonisierung und Energiesicherheit mit (v.l.n.r.) Klaus Stratmann (Chefkorrespondent für Energie und Klima, Handelsblatt), Dr. Christin Hoffmann (BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Dekarbonisierung und Transformation der Industrie), Kai Seppeler (Vorstandsmitglied Industrieverband Feuerverzinken e.V.), Dr. Therese Thürmer (Moderatorin), Anja Karliczek (Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Bundesministerin a.D.) und Julia Repenning (Leiterin Bereich Energie & Klimaschutz, Öko-Institut e.V.).

Abb. 3: Diskussionsrunde zum Thema Kreislaufwirtschaft „Quo vadis Wiederverwertung – Erfolgsschlüssel oder Utopie? mit (v.l.n.r.) Matthias Müller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Karlsruher Institut für Technologie, Lars Baumgürtel, Geschäftsführender Gesellschafter der ZINQ Gruppe und Vizepräsident der IHK Nord-Westfalen, Silke Küstner, Project Manager Circular Economy WWF Deutschland, Dr. Therese Thürmer, Moderatorin, Dr. Sandra Detzer, Mitglied des Deutschen Bundestages (Bündnis 90/ Die Grünen) und wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Paul Niederstein, Vorstandsmitglied Industrieverband Feuerverzinken e.V. und Dominik Campanella, Mitgründer und CEO Concular sowie Mitglied der Expertengruppe Kreislaufwirtschaft in der DGNB.

Über die Institut Feuerverzinken GmbH

Der Industrieverband Feuerverzinken e.V. und seine Serviceorganisation, die Institut Feuerverzinken GmbH, vertreten die deutsche Stückverzinkungsindustrie. Im Jahr 2021 wurden in Deutschland mehr als 2 Mio. Tonnen Stahl stückverzinkt. Wichtige Anwendungsbereiche des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken sind u. a. Architektur und Bauwesen sowie die Verkehrstechnik und der Fahrzeugbau. Zunehmend wird das Feuerverzinken auch aufgrund seiner Brandschutzeigenschaften eingesetzt. Feuerverzinkter Stahl ist ein nachhaltiger, zirkulärer Werkstoff und spielt auch eine bedeutende Rolle bei der Energietransformation, u.a. beim Ausbau der Stromnetze und beim Ausbau der Wind- und Solarenergie. Weitere Informationen zum Feuerverzinken unter: www.feuerverzinken.com.

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