Ende Februar war der EUROBAUSTOFF Fachgruppenausschuss Bauelemente gewählt worden. Am 23. Mai trat das Gremium in der neuen Konstellation erstmals in den Räumlichkeiten des EUROBAUSTOFF Gesellschafterhauses Lueb+Wolters in Borken zusammen. Heiko Heinlein, Fachbereichsleiter Bauelemente, begrüßte die beiden Neuzugänge – Michael Reckordt, Abteilungsleiter Bauelemente bei Bussemas & Pollmeier GmbH u. Co. KG, und Mike Fritsch, Fachgruppensprecher und Geschäftsführer der Helmut Schael Holzbauelemente GmbH, entsprechend herzlich, bevor alle Mitglieder die Gelegenheit nutzten, den Anfang 2020 komplett neu eröffneten Unternehmensstandort auf Einladung von Gastgeber und Geschäftsführer Johannes Baier zu besichtigen. Die Herren Markus Tecker, Prokurist im Hause Lueb+Wolters, und Markus Böing, Verkaufsleiter Holz, erläuterten das Gesamtkonzept, das den Standort auch als Vorzeigeobjekt digitaler Prozesse ausweist.

Am Morgen des 24. Mai startete die eigentliche Fachgruppenausschuss-Sitzung in den Räumlichkeiten des neuen Schulungszentrums der Firma Herholz, genannt „Q-Stall“, am Hauptstandort in Ahaus. Dominic Herbers, Inhaber und Geschäftsführender Gesellschafter, und Robert Brügelmann, Vertriebsleiter Fachhandel, begrüßten den Fachgruppenausschuss und informierten kurz über die Unternehmensgruppe, vor allem im Hinblick auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit EUROBAUSTOFF. Im Rahmen einer Führung durch die Räumlichkeiten informierte Herbers über Hintergründe und Philosophie des neuen Gebäudes.

Nach dieser interessanten Begehung wurden sprichwörtlich die Türen geschlossen und es fand die Fachgruppenausschuss-Sitzung statt.

Lieferzeiten bis zu 25 Wochen

Einen Schwerpunkt bildete dabei erneut die aktuelle Marktsituation und die daraus resultierenden Preiserhöhungen sowie drastische Lieferzeiten von bisweilen 25 Wochen.

Für das zweite Halbjahr 2022 herrscht verhaltener Optimismus im Kreise des Fachgruppenausschusses. Das letzte Quartal in 2022 sowie das Jahr 2023 wird hingegen als sehr herausfordernd angesehen, da bereits heute deutlich Investitionszurückhaltung spürbar wird.

Neben den bekannten Themenstellungen ist in Summe von rückläufigen Umsätzen und Absätzen auszugehen. „Gerade im Privatkundenbereich herrscht große Unsicherheit aufgrund der immensen Investitionskosten in Folge der Preiserhöhungen, fehlenden Förderungen im Neubau, steigenden Zinsen bei Finanzierungen und der allgemeinen Inflation, was viele potenzielle Interessenten momentan vom Bauen abhält“, konstatiert Heinlein. Veränderungen und Neuheiten innerhalb des Lieferantenportfolios waren im weiteren Verlauf der Sitzung Thema, bevor sich die Spezialisten noch einmal intensiv den Preiserhöhungen widmeten, dieses Mal mit Augenmerk auf das Objektgeschäft und die Objektaufträge, welche erst in 12 oder 18 Monaten zur Umsetzung kommen. „Eine Kalkulation ist nahezu unmöglich, sofern keine Preisgleitklausel zum Einsatz kommt“, betonte Heinlein. Dies entspreche aber nicht der Praxis und sei bei den bestehenden Verträgen ohnehin nicht nachträglich zu platzieren. „Diese Konstellationen sind sehr herausfordernd für unsere Branche, da sich dahinter ein nicht zu unterschätzendes wirtschaftliches Risiko für das jeweilige gesamte Unternehmen verbirgt“, zeigt sich der Ausschuss besorgt.

Die Umsatzzahlen des Segments Bauelemente verzeichnen per Ende Mai ein Wachstum von knapp 8 Prozent. 55 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschafteten die 37 Spezialisten der Fachgruppe.

Weiter ging es auf der Agenda mit der immer wieder aufkommenden Thematik einer digitalen Lösung für das Baustellenmanagement, welches das Aufmaß, die Montageplanung sowie die elektronische Abnahme professionalisiert.
Hierzu präsentierte Siegfried Eberle, Gründer und Inhaber des gleichnamigen Unternehmens, eine Komplett-Lösung für das Bauelementegeschäft. An praktischen Beispielen zeigte Eberle Einsatzmöglichkeiten und Vorteile gegenüber den altbewährten Eigenlösungen in Form von Exceltabellen auf. Die Thematik wurde im Nachgang intern weiter vertieft und als interessant für die gesamte Fachgruppe eingestuft. Somit wird im Rahmen der nächsten Fachgruppen-Tagung im Oktober 2022 das Projekt in Leipzig vorgestellt.

Erfreuliche Neuigkeiten konnte Heinlein auch in Bezug auf das Weiterbildungsangebot speziell zum Thema Bauelemente vermelden. So wird neben den bekannten Fachwissen- und Fachberater Lehrgängen erstmals ein Spezialseminar zum Thema Fenster und auch ein zweitägiges Seminar für das Objekttürengeschäft aufgelegt.

Im weiteren Jahresverlauf steht nach Corona bedingten Ausfällen endlich wieder das Highlight der Spezialisten auf dem EUROBAUSTOFF-Kalender. Der traditionell alle zwei Jahre stattfindende Fachgruppenabend mit Auszeichnungen der Industrie ist für Ende Oktober 2022 in Leipzig fest eingeplant.

„Auch aufgrund der fortgeschrittenen Zeit zum Ende der Tagung haben wir feststellen können, wie groß der Bedarf am gemeinsamen Austausch gerade in diesen Zeiten ist“, resümiert Heinlein über die gelungene Veranstaltung, die auch durch die neuen Mitglieder im Ausschuss schon bereichert wurde. Heinlein freut sich, den Fachgruppenausschuss sowie alle weiteren Fachgruppenmitglieder im Vorfeld des Fachgruppenabends wieder begrüßen zu können.

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