Wasserwände und das Coronavirus

Wasserwände tragen dazu bei, die Ansteckungsgefahr durch Aerosole in Räumen zu minimieren.

Eine Wasserwand ist ein einzigartiges Raumobjekt, das fließendes Wasser als gestaltendes Element integriert. Das Wasser fließt über eine vertikale Flutfläche in ein Becken aus Edelstahl und wird von dort mittels einer Pumpe wieder zur Flutfläche transportiert. Als Flutflächen können unterschiedliche Materialien, wie zum Beispiel Naturstein, Glas oder Edelstahl Anwendung finden.

Wasserwände faszinieren Menschen und inspirieren Räume. Gleichzeitig klimatisieren und befeuchten sie als einzigartige Luftbefeuchter die Raumluft und sorgen so für ein angenehmes Raumklima.


Vor allem in der kalten Jahreszeit helfen Wasserwände die Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen auf einem angenehmen Niveau zu halten.

Diese Fähigkeit erhält in den Zeiten von Corona eine ganz neue Dimension. Ein Team aus Physikern des Tropos Instituts und des CSIR-National Physical Laboratory in New Delhi haben zehn internationale Studien ausgewertet und herausgefunden, das die Verbreitung von Virenpartikel über Aerosole von der Luftfeuchtigkeit der Umgebung beeinflusst wird.

„Liegt die relative Luftfeuchtigkeit der Raumluft unter 40 Prozent, dann nehmen die von Infizierten ausgestoßenen Partikel weniger Wasser auf, bleiben leichter, fliegen weiter durch den Raum und werden eher von Gesunden eingeatmet. Außerdem werden bei trockener Luft auch die Nasenschleimhäute in unseren Nasen trockner und durchlässiger für Viren“, erläuterte Dr. Ajit Ahlawat vom Institut für Troposphärenforschung (Tropos) in Leipzig.

Hintergrund ist, dass Aerosole als wichtiger Corona-Übertragungsweg gelten. Sie sind Mischungen winziger Tröpfchen, die sich lange in der Luft halten können. Bei höherer Luftfeuchtigkeit wachsen diese Tröpfchen schneller, fallen früher zu Boden und können weniger häufig von Gesunden eingeatmet werden. Die Forscher empfehlen daher eine Luftfeuchtigkeit von über 40 Prozent in Innenräumen.

Die neuen Erkenntnisse sind besonders für die kommende Wintersaison von Bedeutung, wenn sich die meisten Menschen in Innenräumen aufhalten werden.

Wenn die Außentemperaturen sinken, muss die Luft nach dem Lüften stärker erwärmt werden. Dadurch sinkt die relative Luftfeuchtigkeit beständig, denn die Fähigkeit der Luft, Wassermoleküle aufzunehmen ändert sich in Abhängigkeit zur Temperatur. Je größer die Temperaturdifferenz um so deutlicher ist das Absinken der Luftfeuchtigkeit.

Wasserwände schaffen hier auf einfache Art Abhilfe. Je trockener die Raumluft wird, desto mehr Wasser wird von einer Wasserwand verdunstet. Pro Quadratmeter Verdunstungsfläche können bis zu zwei Liter Wasser am Tag verdunstet werden. Zur besseren Einschätzung: Um die Luftfeuchtigkeit eines Kubikmeters Luft bei 20° C von 25% auf 50% zu erhöhen benötigt man 8,7 Gramm Wasser.

Die Verdunstung erfolgt dabei vollkommen passiv auf Grund des physikalischen Diffusionsgradienten.

Aber Wasserwände sind nicht nur effektive Luftbefeuchter, sie sind gleichzeitig auch Luftwäscher, die die Raumluft von schwebenden Partikeln  wie Stäuben oder Aerosolen befreien. Kommen Aerosole in Kontakt mit der Wasserfläche, werden sie von dieser aufgenommen und so aus der Raumluft herausgewaschen.

Quelle: Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS)

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Die in Hirrlingen ansässige Keradesign GmbH fertigt seit mehr als 15 Jahren Wasserwände und andere Wasserobjekte, die über eine eigene Internetplattform (http://keradesign.com) vertrieben werden.

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