
Phase I: Mehr als 10.000 Materialbewegungsdaten analysiert
Vor diesem Hintergrund skizziert Markus Störzel die anspruchsvolle Aufgabe: „Überwiegend manuelle Tätigkeiten rund um die Ersatzteilversorgung der Maschinen sollten modernisiert und optimiert werden.“ Gesucht war eine innovative Lösung, die Materialtransporte für den Instandhaltungsprozess bedarfsgerecht steuert und automatisiert. Bislang bringen Mitarbeitende Teile manuell durch Materialschleusen in die „heiligen Hallen“, und transportieren sie dort zu den Anlagen. Umgekehrt werden ausgebaute Teile zurückgeführt, um sie aufzubereiten.
Im Januar 2025 starten die Logistik- und Fabrikplaner von LOGSOL mit der Datenaufnahme und -analyse. Die Herausforderung besteht darin, sich in die Datenmengen einzufinden und Abhängigkeiten zu identifizieren. Zwei Monate lang durchleuchten Marcel Richter und Markus Störzel Excel-Listen mit mehr als 10.000 Materialbewegungsdaten, begleitet von vielen Gesprächen in unterschiedlichen Abteilungen. „Wichtig war, niemanden auf der Strecke zu verlieren, alle mitzunehmen“, sagt Markus Störzel. Weil die zu beplanenden Bereiche größtenteils noch gar nicht errichtet sind, muss LOGSOL „verschiedene Konzepte hinterfragen und zusammenführen“.
Phase II: Business-Modell für AGVs als Vorzugstechnologie erstellt
Fahrerlose Transportfahrzeuge (Automated Guided Vehicles, AGVs) kristallisieren sich als Vorzugstechnologie heraus. Beim finalen Variantenvergleich bewertet das LOGSOL-Team drei Konzepte inklusive manueller Alternativen und erstellt ein Business-Case-Modell mit verschiedenen Einflussfaktoren. Die Spezialisten weisen im Projektverlauf nach, dass AGVs signifikante Kostenvorteile liefern. Zu den Herausforderungen, die noch behoben werden müssen, gehören die Fahrwegsbreiten im Reinraum.
Die Zusammenarbeit mit LOGSOL hat dem Kunden sehr viel Orientierung und Transparenz gebracht. Bei einer komplexen Problemstellung erwies es sich für das Unternehmen als sehr sinnvoll, fundierte externe Expertise gezielt in den Prozess zu schalten. Mit ihrer fundierten Wirtschaftlichkeitsberechnung tragen die Logistikplaner entscheidend zur Standortstrategie des Herstellers in Sachsen bei.
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