
Warum die Wärmebox von HanseWerk Natur?
Die kommunale Wärmeplanung stellt viele Gemeinden vor eine zentrale Frage: Wie lässt sich die Wärmeversorgung kosteneffizient, versorgungssicher und klimaneutral gestalten – gerade in kleineren Wärmenetzen mit überschaubarem Bedarf? HanseWerk Natur hat darauf eine standardisierte Antwort entwickelt: die Wärmebox.
Das Konzept adressiert gezielt Wärmenetze mit kleinerem Versorgungsgebiet, für die individuelle Großanlagen wirtschaftlich kaum darstellbar wären. Durch Standardisierung der Anlagentechnik ließ sich die Lösung zügig planen, genehmigen und errichten – und lässt sich anschließend in weiteren Netzen replizieren. Weitere Informationen zur Wärmebox sind hier zu finden.
Technik im Detail: So funktioniert die Wärmebox
Wärmequelle Umgebungsluft: Das Herzstück der Anlage ist eine Großwärmepumpe nach dem Luft-Wasser-Prinzip. Sie entzieht der Außenluft thermische Energie und hebt das Temperaturniveau mithilfe von erneuerbarem Strom auf das für die Wärmeverteilung erforderliche Niveau an.
Effizienzsteigerung durch Netzrücklauf: Die Anlage nutzt die Wärme aus dem Netzrücklauf. Durch diese Wärmerückgewinnung wird der Wirkungsgrad der Luft-Wasser-Wärmepumpe deutlich verbessert – ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit im Betrieb.
Natürliche Kältemittel: Die Wärmebox des HanseWerk-Unternehmens HanseWerk Natur verzichtet vollständig auf synthetische Kältemittel. Natürliche Alternativen entsprechen den Anforderungen zukunftssicherer Anlagentechnik.
Kompakter Flächenbedarf: Die Größe der Wärmebox ist vergleichbar mit einem großen Standard-Seecontainer. Inklusive Tischverdampfer, Pufferspeicher und Mittelspannungsstation benötigt das Gesamtsystem rund 400 Quadratmeter. Die Wärmebox in Langenhorn wurde direkt neben der bisherigen Energiezentrale errichtet, sodass die vorhandene Netzinfrastruktur weitergenutzt werden konnte.
Kommunale Einbindung als Erfolgsfaktor
HanseWerk Natur, das zur HanseWerk-Gruppe gehört, bezog die Gemeinde Langenhorn frühzeitig in die Projektplanung ein. Standortfragen, Schallschutzanforderungen und Abstimmungen zur Bauphase wurden gemeinsam erarbeitet. Dieses kooperative Vorgehen zahlte sich aus – und gilt als Blaupause für künftige Projekte.
Klimawirkung und Förderung
Mit der Umstellung von Erdgas auf das Wärmepumpensystem sparte HanseWerk Natur in der ersten Betriebssaison rechnerisch 340 Tonnen CO2 ein. Das Projekt wurde aus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert.
Praxisbeweis und Skalierungspotenzial: Die Wärmebox als Serienmodell
Nach einem erfolgreichen ersten Winter liefert Langenhorn mehr als ein Konzept – es liefert belastbare Betriebserfahrungen. Genau das macht das Projekt für andere Kommunen und Energieversorger so wertvoll.
„Nach einem Winter im Regelbetrieb können wir sagen: Das Konzept funktioniert – technisch, wirtschaftlich und in der Akzeptanz vor Ort. Das gibt uns Sicherheit für den Rollout in weiteren Netzen", sagt Jakob Rohweder, Projektleiter HanseWerk Natur.
HanseWerk Natur, eine Tochter von HanseWerk, plant, das standardisierte Wärmebox-Konzept in zahlreichen weiteren Wärmenetzen in Norddeutschland auszurollen.
Projektablauf: Von der Idee zum Regelbetrieb
Juni 2025: Baustart im Redlingsweg, Langenhorn. Tiefbauarbeiten und Fundamentlegung wurden abgeschlossen.
Juli/August 2025: Anlieferung der Großkomponenten per Schwertransport. Zwei Kräne hoben die 38-Tonnen-Wärmepumpe sowie Tischverdampfer, Pufferspeicher und Mittelspannungsstation an ihren Bestimmungsort.
September/Oktober 2025: Installation der Anlagentechnik und Elektrik, Anbindung an die Wärmeverteilung im Bestandsheizwerk.
Herbst 2025: Testbetrieb der Anlage und Überführung in Regelbetrieb rechtzeitig zur Heizsaison. Die Anlage versorgte angeschlossene Kunden zuverlässig durch den ersten Winter.
Die HanseWerk-Gruppe
Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.
Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren über 100.000 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungs- und Innovationsprojekten zur Energiewende. Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt die HanseWerk-Gruppe ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, den Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die Wärme- und Stromerzeugung in mehreren Stufen entsprechend um.
Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von fast 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
HanseWerk Gruppe
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