Deutsche Wirtschaft erwartet klare Führung bei IT-Sicherheit & Digitaler Souveränität

Eine aktuelle Umfrage unter Unternehmensentscheidern zur Digitalpolitik der Großen Koalition zeigt eine starke Zustimmung für staatliche Vorgaben bei IT-Sicherheit und Digitaler Souveränität. In der repräsentativen Erhebung, die im Auftrag des deutschen Infrastruktur-Herstellers LANCOM Systems durch das Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt wurde, sprach sich die überwiegende Mehrheit der Befragten für Maßnahmen wie gesetzliche Update-Pflichten (92 Prozent), Sicherheits-Mindeststandards für internetfähige Produkte (89 Prozent) sowie ein entschiedeneres Vorgehen gegen Hersteller unsicherer Produkte (86 Prozent) aus. Auch die gezielte Förderung der Digitalen Souveränität stieß auf breite Zustimmung: 85 Prozent sind der Ansicht, dass die Bundesregierung hier mehr tun muss. Dass der neu eingesetzte Digitalrat positive Impulse bringen wird, erwarten allerdings nur 45 Prozent.

Unternehmensentscheider in Deutschland erwarten von der Bundesregierung mehr Führung in den Bereichen IT-Sicherheit, Digitale Souveränität und Infrastruktur. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer im Oktober im Auftrag von LANCOM Systems durchgeführten Erhebung. Für die repräsentative Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov 500 Unternehmensentscheider in der deutschen Wirtschaft.

IT-Sicherheit: Wirtschaft fordert mehr Transparenz, Haftung und garantierte Updates von Herstellern


Für internetfähige Endgeräte wünschen sich die meisten Unternehmens­entscheider garantierte Sicherheits-Updates: 92 Prozent der Befragten befürworten eine gesetzliche Verpflichtung der Hersteller, Sicherheitslücken durch Updates zu schließen. Eine ähnlich hohe Zustimmung (89 Prozent) erfährt die Einführung verbindlicher Sicherheits-Mindeststandards auf EU-Ebene, um unsichere Produkte wirksam aus dem Markt fernzuhalten. Gleichauf liegt die Forderung nach einer Verschärfung der Herstellerhaftung bei Schäden durch Schwachstellen. Ein zentrales Anliegen ist den Befragten auch eine Regelung, die den Zugriff auf Daten deutscher Bürger in der Cloud durch Drittstaaten regelt: 88 Prozent wünschen sich hier einen gesetzlichen Schutz.

Digitale Souveränität – nicht ohne Industriepolitik

Fast 5 von 6 der Unternehmensentscheider (85 Prozent) sind der Meinung, dass die Bundesregierung mehr tun muss, um die Digitale Souveränität von Wirtschaft und Verwaltung zu gewährleisten – etwa durch den gezielten Einsatz vertrauenswürdiger Technologien aus Deutschland und Europa. 83 Prozent der Befragten befürworten gar eine Bevorzugung deutscher oder europäischer Lösungen bei staatlichen Investitionen, selbst wenn hierzu Änderungen im Vergaberecht nötig wären. Ebenfalls 83 Prozent sehen in industriepolitischen Maßnahmen einen wichtigen Hebel zur Stärkung der heimischen Digitalindustrie. Zum Schutz europäischer Daten vor dem Abhören durch ausländische Dienste erhält auch das sogenannte „Schengen-Routing“ eine hohe Zustimmung (83 Prozent). Hierbei wird innereuropäischer Datenverkehr ausschließlich über Server und Netze innerhalb der EU geleitet.

Frequenzpolitik: WLAN als gleichberechtigter Player bei der Frequenz­vergabe

Neben der zentralen Bedeutung von IT-Sicherheit und Digitaler Souveränität ist auch die Verfügbarkeit leistungsfähiger WLAN-Netze den Unternehmens­vertretern ein wichtiges Anliegen. 84 Prozent sind der Meinung, dass WLANs in Privathaushalten und Unternehmen sowie öffentliche Hotspots für die Politik die gleiche Bedeutung haben sollten wie Mobilfunknetze, etwa bei der Frequenzvergabe. 82 Prozent wünschen sich die Bereitstellung von Breitband-Internet und WLAN in Schulen, notfalls mit Bundesmitteln finanziert.

Ralf Koenzen, LANCOM Gründer und Geschäftsführer: „Die deutsche Wirtschaft wünscht sich von der Bundesregierung spürbar mehr Regulierung im Bereich der IT-Sicherheit. Gleichermaßen zeigt sich, dass sich Unternehmen ein deutlich entschiedeneres staatliches Handeln zur Stärkung unserer Digitalen Souveränität wünschen. Hier müssen wir auch über schwierige Themen wie Industriepolitik und das Vergaberecht sprechen.“

Über die Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 500 Unternehmensentscheider zwischen dem 19.10.2018 und 25.10.2018 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und setzen sich repräsentativ nach Beschäftigtenanteil pro Unternehmensgröße zusammen. Die Studie und Infografiken stehen hier zum Download bereit.

 

Über die LANCOM Systems GmbH

Die LANCOM Systems GmbH ist der führende deutsche Hersteller von Netzwerklösungen für Geschäftskunden und die öffentliche Hand. LANCOM bietet professionellen Anwendern sichere, zuverlässige und zukunftsfähige Infrastrukturlösungen für alle lokalen und standortübergreifenden Netze (WAN, LAN, WLAN) sowie für zentrales Netzwerk-Management auf Basis von Software-defined Networking-Technologien (SD-WAN, SD-LAN, SD-WLAN). Die LANCOM Router, Gateways und WLAN-Lösungen werden in Deutschland entwickelt und gefertigt, darüber hinaus ist ein Teil des VPN-Portfolios zur Absicherung besonders sensibler Netze und kritischer Infrastrukturen (KRITIS) durch das BSI zertifiziert. LANCOM Systems hat seinen Hauptsitz in Würselen bei Aachen. Zu den Kunden zählen kleine und mittelständische Unternehmen, Behörden, Institutionen und Großkonzerne aus Deutschland, Europa und zunehmend weltweit. Das Unternehmen ist Partner in der vom BSI initiierten Allianz für Cyber-Sicherheit.

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